May 29 2009
Gesundheitskosten
Lösungen für die explodierenden Gesundheitskosten – ich habe sie nicht. Das Thema ist zu komplex, um an dieser Stelle eine angemessene Äusserung zu tätigen. Trotzdem möchte ich es nicht unterlassen, ein paar Zahlen aus der aktuellen Weltwoche zu nennen. Zahlen, die mich beeindruckt haben.
- 39 Prozent aller Schweizer Haushalte liessen sich schon im Jahre 2007 ihre Prämie ganz oder Teilweise bezahlen.
- 4 Milliarden Franken werden hierfür jährlich bereitgestellt. Mehr als für die Armee. Mehr als für die Landwirtschaft.
- In den Kantonen Genf, Jura, Thurgau, Uri und Nidwalden müssen sogar mehr als 50% der Leute subventioniert werden.
Weitere interessante Zahlen sind auf der Webseite des Bundesamtes für Statistik zu finden:
- 55 Milliarden Franken kostete 2007 das schweizer Gesundheitswesen. Heute dürften es über 60 sein. 25 davon, also fast die Hälfte, fielen auf stationäre Behandlungen.
- Die monatliche Durchschnittsprämie für Erwachsene in der Schweiz betrug 2009 ganze 323 Franken. Am teuersten ist Basel Stadt mit 420 Franken, am günstigsten, mit 230 Franken, der Kanton Nidwalden.
Einen Vorteil hat die Erhöhung der Prämien im nächsten Jahr um 15% vielleicht doch: Es findet langsam ein Umdenken statt, weg von der Pflästerchenpolitik hin zu grösseren Anpassungen des Systems.