Archive for August, 2009

Aug 25 2009

Migros Textilfresh: Ökologischer und organisationeller Unsinn

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Seit Jahren bringe ich meine Hemden zur Textilreinigung. Zu Beginn in eine unabhängige Kleinreinigung, seit meinem Umzug zu Coop. Kürzlich bin ich auf ein Angebot der Migros aufmerksam geworden, Textilfresh heisst der neue Service und verspricht die Reinigung von Hemden innerhalb von 48 Stunden. Preislich ist Textilfresh gleich teuer wie Coop, sFr. 3.90 pro Hemd, es ist jedoch ein Abonnement erhältlich, mit welcher im Endeffekt die Reinigung pro Hemd sFr. 3.50 kostet.

Was sich anhört wie eine gute Sache hat sich im Selbstversuch als unausgereift und für den Kunden überaus unpraktisch herausgestellt. Es beginnt beim Service: Wo bei Coop von einer Mitarbeiterin mit einem Lächeln ein Wäschesack überreicht und beim Ausfüllen des beiliegenden Zettels geholfen wird, setzt man bei der Migros auf die Mitarbeit des Kunden. Wäschesäcke und die Karten dazu gibt es im Selbstbedienungsmodus an einem kleinen Stand. Das Vorgehen, was ausgefüllt werden muss und wo welcher Teil der Kärtchen hingehört muss der Kunde selber herausfinden.

Zweiter Unsinn, diesmal ökologischer Art: Die Wäschesäcke. Bei Coop werden wiederverwendbare Taschen aus Baumwolle benutzt, bei Migros sind es welche aus Plastik. Unverständlich.

Somit komme ich schon zum nächsten Manko, welches für mich persönlich das störendste war: Pro Wäschesack sind nur 4 Wäschestücke erlaubt! Ironischerweise hatte ich 9 Hemden dabei, was ich tatsächlich in 3 dieser umweltschädlichen Plastiktaschen verteilen musste. Gleichzeitig waren dazu 3 Kärtchen auszufüllen, zu verteilen und auch 3 Belege im Portemonnaie aufzubewaren.

Zuletzt musste ich bei der Kasse auch noch im Voraus bezahlen, ein weiterer Unterschied zu Coop, wo bei der Abholung bezahlt wird. Was geschieht wohl, wenn ein Hemd beschädigt wird oder verloren geht? Ich gehe nicht davon aus, dass mir der Betrag zurückerstattet wird.

Zusammengefasst: Was bei Coop kaum eine Minute dauert war bei Migros eine komplizierte Prozedur, bei der ich alles in allem gut 5 – 7 Minuten verloren habe. Auf die Frage, ob ich gerne ein Abonnement hätte, habe ich mit einem Lächeln geantwortet, ich hätte zur Zeit kein Interesse.

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Aug 07 2009

Gedanken zur Schwimm-WM 2009 in Rom

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Es wird für alle Zeiten das Schwimm-Ereignis der Superlative bleiben. Über 40 Weltrekorde sind innerhalb einer Woche gefallen. Es ist anzunehmen, dass kein anderes Event in der Geschichte des Sports je von einer solchen Anzahl Rekorde überflutet wurde. Auch bei näherer Betrachtung bleiben die Rekorde unfassbar. Zeiten, welche während Jahrzehnten von Weltrekord zu Weltrekord um ein paar Hundertstel gesenkt wurden, unterboten SchwimmerInnen an der WM um Zehntel oder sogar Sekunden. Alexander Popov, welcher in den 90er Jahren die kurzen Freistildistanzen dominierte wie selten jemand zuvor, hätte mit seiner Weltrekordzeit von 48.21 über 100m Freistil in Rom nicht einmal das Finale erreicht.

Alle wissen es: Die grosse Mehrheit dieser Weltrekorde kam nur aufgrund der neuen Anzüge von Speedo und Arena zustande, welche den SchwimmerInnen einen geringeren Widerstand im Wasser und – noch wichtiger – einen grösseren Auftrieb verleihen. Auch im Schwimmsport hat seit längerem die Technik und der Kampf um das Beste Material Einzug gehalten. Die Fina, der internationale Schwimmverband, hat diese Entwicklung verschlafen und tatenlos das Treiben beobachtet. Mit etwa zwei Jahren Verspätung hat sie nun doch die Notbremse gezogen, so dass sämtliche Anzüge ab 2010 in Wettkämpfen verboten werden.

Dass diese Reaktion zu spät kam kritisieren viele. Dass man die Anzüge nach den Geschehnissen der letzten Jahre nicht mehr verbieten dürfte, ist meine persönliche Meinung. Denn wie geht es nun weiter? Die Heldentaten sind vollbracht, die Rekorde sozusagen in Stein gemeisselt. Nur handelt es sich hierbei um Zeiten, welche von einem menschlichen Wesen ohne Anzug nie und nimmer zu erreichen sind. Es wird Jahrzehnte dauern, bis sich die SchwimmerInnen wieder diesen Zeiten angenähert haben. Die Vergleichbarkeit geht verloren. Ein Teil der Spannung geht verloren. Auch auf die Motivation der SchwimmerInnen wird dies Auswirkungen haben.

Das Entscheidungsvakuum der Fina hat den Schwimmsport getötet. Es muss eine Lösung gefunden werden, welche das bisher Geschehene berücksichtigt. Und die einzige vernünftige Option ist, die Schwimmanzüge wieder für Wettkämpfe freizugeben.

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Aug 04 2009

Trailer zur Schwimm WM 2009 in Rom

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Toll gemacht!

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