Jun 23 2010
Archive for the 'Sonstiges' Category
Apr 12 2010
Das nächste Theater mit der Cablecom
Cablecom 1. Akt: Aufgrund eines längeren Auslandaufenthaltes bitte ich die Cablecom um einen 3-monatigen Unterbruch von Internet und Telefon. Laut Cablecom alles kein Problem. Die Sistierung ab 17. April wird im System erfasst, während den 3 Monaten müssen auch keine Gebühren bezahlt werden.
Cablecom 2. Akt: Am Abend des 7. Aprils komme ich nach Hause und stelle mit Schrecken fest, weder Internet noch Telefon funktionieren. Nach einem Anruf bei Cablecom wird die Vermutung zur traurigen Gewissheit: Das Sistierungsdatum wurde falsch erfasst. Hierfür sei aber eine andere Abteilung verantwortlich, teilt man mir mit, diese sei aber schon im Feierabend (kurz nach 18h). Ich solle doch morgen früh nochmals anrufen.
Cablecom 3. Akt: Während einem Anruf bei der zuständigen Abteilung wird mir nochmals bestätigt, dass das Datum falsch erfasst wurde. Die Korrektur sei aber kein einfaches Unterfangen. Das sei heute nicht mehr zu verwirklichen. Cablecom versichert mir aber, dass im Verlauf des nächsten Tages, also den 9. April, Telefon und Internet wieder funktionieren würden.
Cablecom 4. Akt: Am Abend des 9. Aprils komme ich um 17h30 nach Hause. Man ahnt es schon: Telefon und Internet funktionieren nicht. Das kurze Gespräch mit einer etwas verwirrten Cablecom-Mitarbeiterin offenbart: Die Reaktivierung des Internets wurde nicht durchgeführt, der entsprechende Auftrag wurde intern übersehen. Leider könne sie um diese Zeit die zuständigen Techniker auch nicht mehr erreichen, erklärt mir die Dame. Aber ich solle doch am nächsten Morgen nochmals anrufen, da werde mir geholfen. Im Nachhinein stelle ich fest: Es ging einzig und allein darum, mich abzuwimmeln.
Cablecom 5. Akt: Samstagmorgen, 9Uhr. Pünktlich bei Eröffnung der Hotline rufe ich wieder an. Ein Herr erklärt mir freundlich, die zuständige Technikabteilung arbeite am Samstag nicht. Somit verfliegt auch meine letzte Hoffnung, am Weekend doch noch eine Internetverbindung hinzukriegen.
Cablecom 6. Akt: Es ist Montagmorgen. Bisher kein Internet. Ich stelle den Blog mittels Handymodem ins Netz.
Warum ich noch bei der Cablecom bin, werden sich die Leser fragen. Ich habe keine Antwort. Das etwas bessere Preis-/Leistungsverhältnis rechtfertigt solche einen Service jedenfalls nicht. Nach meinem Auslandaufenthalt werde ich einmal mehr einen Wechsel in Betracht ziehen.
[Update]
Cablecom 7. Akt: Internet läuft noch immer nicht. Scheinbar werden die Konti jeweils um 12h und 24h aktualisiert. Für Montagmittag hats nicht gereicht, so dass ich noch bis Mitternacht werde warten müssen.
[2. Update]
Der Vollständigkeit halber: Internet und Telefon funktionieren nun (13.04) endlich wieder. Fazit: Steter Tropfen höhlt den Stein bzw. ruf die Cablecom täglich an, dann wird auch Dein Problem gelöst – irgendwann.
Feb 16 2010
Kostenexplosion im Gesundheitswesen – Ein Beispiel
Für eine bevorstehende Reise benötige ich mehrere Impfungen, unter anderem die Tollwutimpfung, welche in 3 Dosen mit mehreren Wochen Abstand verabreicht wird. Die einfachste Methode ist – so dachte ich wenigstens – das Zentrum für Reisemedizin der Universität Zürich aufzusuchen. Obwohl ich fast eine Stunde warten musste, wurde ich kompetent beraten und erhielt im Anschluss gleich mehrere Spritzen, darunter auch die erste Dosis der Tollwutimpfung.
Eine Woche später suchte ich das Zentrum für Reisemedizin erneut auf, um die zweite Dosis der Impfung zu erhalten. Als ich die Spritze direkt bei der Kasse bezahlen und entgegennehmen wollte, wurde ich aber eines Besseren belehrt. Auch für Nachimpfungen könne auf eine Konsultation bei einem Arzt nicht verzichtet werden. Und so durfte ich einmal mehr eine Stunde warten, damit am Ende eine Ärztin kurz in mein Impfbüchlen schauen und meine zweite Tollwutdosis bestätigen konnte. Keine 3 Minuten hat die Konsultation gekostet, wurde aber selbstverständlich zu 100% berechnet.
Mir ist bewusst, dass mit einer Impfung auch immer das Risiko einer übertriebenen Reaktion verbunden ist. Dass aber nach erfolgter Erstkonsultation für jede Nachimpfung ein weiterer Termin bei einem Arzt notwendig ist, kann nur noch als versteckte Abgabe und unnötige Belastung des Gesundheitssystems bezeichnet werden.
Sep 28 2009
Polanski und die Wahrnehmung der Öffentlichkeit
Letzten Samstag wurde der Regisseur Roman Polanski in Zürich verhaftet. Die Situation ist klar: Ihm wird ein Sexualdelikt vorgeworfen, welches er aufgrund seines Geständnisses mit hoher Sicherheit begangen hat. Das Delikt ist so schwerwiegend, dass es nicht verjährt, seit 2005 existiert ein Haftbefehl von INTERPOL gegen Polanski. Logisch, dass ein Verbrecher dieser Kategorie bei der erstbesten Möglichkeit verhaftet wird. Logisch auch, dass die Schweiz hierbei unterstützt, wir leben ja glücklicherweise in einem Rechtsstaat.
Mit grossem Erstaunen musste ich nun die Reaktionen gewisser Medien und die Kommentare der Leserschaft zur Kenntnis nehmen. Von einem alten, wehrlosen Mann ist hier die Rede und man solle doch “richtige” Verbrecher jagen. Politisches Geschehen wird vermischt, ein Zusammenhang zur UBS hergestellt. Ein verwirrter Leser bietet sogar an, Polanski bei einer alfälligen Flucht bei sich zu Hause aufzunehmen. Ob er in besagter Situation wirklich bereit wäre, mit einem Vergewaltiger zu hausen, ist anzuzweifeln.
Die Sach- und Rechtslage ist klar, die Gesetze gelten für alle, auch für Filmemacher.
Aug 25 2009
Migros Textilfresh: Ökologischer und organisationeller Unsinn
Seit Jahren bringe ich meine Hemden zur Textilreinigung. Zu Beginn in eine unabhängige Kleinreinigung, seit meinem Umzug zu Coop. Kürzlich bin ich auf ein Angebot der Migros aufmerksam geworden, Textilfresh heisst der neue Service und verspricht die Reinigung von Hemden innerhalb von 48 Stunden. Preislich ist Textilfresh gleich teuer wie Coop, sFr. 3.90 pro Hemd, es ist jedoch ein Abonnement erhältlich, mit welcher im Endeffekt die Reinigung pro Hemd sFr. 3.50 kostet.
Was sich anhört wie eine gute Sache hat sich im Selbstversuch als unausgereift und für den Kunden überaus unpraktisch herausgestellt. Es beginnt beim Service: Wo bei Coop von einer Mitarbeiterin mit einem Lächeln ein Wäschesack überreicht und beim Ausfüllen des beiliegenden Zettels geholfen wird, setzt man bei der Migros auf die Mitarbeit des Kunden. Wäschesäcke und die Karten dazu gibt es im Selbstbedienungsmodus an einem kleinen Stand. Das Vorgehen, was ausgefüllt werden muss und wo welcher Teil der Kärtchen hingehört muss der Kunde selber herausfinden.
Zweiter Unsinn, diesmal ökologischer Art: Die Wäschesäcke. Bei Coop werden wiederverwendbare Taschen aus Baumwolle benutzt, bei Migros sind es welche aus Plastik. Unverständlich.
Somit komme ich schon zum nächsten Manko, welches für mich persönlich das störendste war: Pro Wäschesack sind nur 4 Wäschestücke erlaubt! Ironischerweise hatte ich 9 Hemden dabei, was ich tatsächlich in 3 dieser umweltschädlichen Plastiktaschen verteilen musste. Gleichzeitig waren dazu 3 Kärtchen auszufüllen, zu verteilen und auch 3 Belege im Portemonnaie aufzubewaren.
Zuletzt musste ich bei der Kasse auch noch im Voraus bezahlen, ein weiterer Unterschied zu Coop, wo bei der Abholung bezahlt wird. Was geschieht wohl, wenn ein Hemd beschädigt wird oder verloren geht? Ich gehe nicht davon aus, dass mir der Betrag zurückerstattet wird.
Zusammengefasst: Was bei Coop kaum eine Minute dauert war bei Migros eine komplizierte Prozedur, bei der ich alles in allem gut 5 – 7 Minuten verloren habe. Auf die Frage, ob ich gerne ein Abonnement hätte, habe ich mit einem Lächeln geantwortet, ich hätte zur Zeit kein Interesse.
Aug 07 2009
Gedanken zur Schwimm-WM 2009 in Rom
Es wird für alle Zeiten das Schwimm-Ereignis der Superlative bleiben. Über 40 Weltrekorde sind innerhalb einer Woche gefallen. Es ist anzunehmen, dass kein anderes Event in der Geschichte des Sports je von einer solchen Anzahl Rekorde überflutet wurde. Auch bei näherer Betrachtung bleiben die Rekorde unfassbar. Zeiten, welche während Jahrzehnten von Weltrekord zu Weltrekord um ein paar Hundertstel gesenkt wurden, unterboten SchwimmerInnen an der WM um Zehntel oder sogar Sekunden. Alexander Popov, welcher in den 90er Jahren die kurzen Freistildistanzen dominierte wie selten jemand zuvor, hätte mit seiner Weltrekordzeit von 48.21 über 100m Freistil in Rom nicht einmal das Finale erreicht.
Alle wissen es: Die grosse Mehrheit dieser Weltrekorde kam nur aufgrund der neuen Anzüge von Speedo und Arena zustande, welche den SchwimmerInnen einen geringeren Widerstand im Wasser und – noch wichtiger – einen grösseren Auftrieb verleihen. Auch im Schwimmsport hat seit längerem die Technik und der Kampf um das Beste Material Einzug gehalten. Die Fina, der internationale Schwimmverband, hat diese Entwicklung verschlafen und tatenlos das Treiben beobachtet. Mit etwa zwei Jahren Verspätung hat sie nun doch die Notbremse gezogen, so dass sämtliche Anzüge ab 2010 in Wettkämpfen verboten werden.
Dass diese Reaktion zu spät kam kritisieren viele. Dass man die Anzüge nach den Geschehnissen der letzten Jahre nicht mehr verbieten dürfte, ist meine persönliche Meinung. Denn wie geht es nun weiter? Die Heldentaten sind vollbracht, die Rekorde sozusagen in Stein gemeisselt. Nur handelt es sich hierbei um Zeiten, welche von einem menschlichen Wesen ohne Anzug nie und nimmer zu erreichen sind. Es wird Jahrzehnte dauern, bis sich die SchwimmerInnen wieder diesen Zeiten angenähert haben. Die Vergleichbarkeit geht verloren. Ein Teil der Spannung geht verloren. Auch auf die Motivation der SchwimmerInnen wird dies Auswirkungen haben.
Das Entscheidungsvakuum der Fina hat den Schwimmsport getötet. Es muss eine Lösung gefunden werden, welche das bisher Geschehene berücksichtigt. Und die einzige vernünftige Option ist, die Schwimmanzüge wieder für Wettkämpfe freizugeben.
Jul 06 2009
Preisgestaltung bei Starbucks
Ein Rückblick auf meine Finanzen vom letzten Sonntag sah folgendermassen aus:
Schwimmbadbesuch, Aufenthaltsdauer um die 5 Stunden, Kosten für 2 Personen: 12.-
Besuch bei Starbucks, Aufenthaltsdauer ca. 1/2 Stunde, Konsumation: 1 kleines und 1 mittleres Frappucino, Kosten: 16.- (!)
Ein Kommentar ist überflüssig. Nur soviel: Die Freizeitgestaltung vom nächsten Sonntag werde ich mir gut überlegen.
Jun 26 2009
100 Portraits
Ich möchte an dieser Stelle einen interessanten Link präsentieren. Dort werden 100 Portraits vorgestellt, welche alle Kultsymbolcharakter aufweisen:
100+ Portraits of Iconic People of All Time
Anbei bereits eine kleine Auswahl von Bildern .
Buzz Aldrin
Neil Armstrong
Charlie Chaplin
Salvator Dali
Mahatma Gandhi
Der Schrei von Edvard Munch
Vincent Van Gogh (Selbstbildnis)
Jun 05 2009
Gedanken zur Bahn-Lounge
Am zürcher Hauptbahnhof eröffnet in Kürze die erste Bahn-Lounge der SBB. Der Zugang ist exklusiv, ein simples Ticket für die erste Klasse ist nicht ausreichend. Der Gast muss mindestens über ein erste Klasse Generalabonnement oder eine internationale Fahrkarte der ersten Klasse verfügen, um in den Genuss der freien Snacks und Getränke zu kommen.
Sinnvoll?
Mit diesem Angebot möchten die SBB Business-Kunden ansprechen und sie für mittlere Distanzen wieder zum Umstieg vom Flieger auf die Bahn ermuntern. Worin liegt jedoch der grosse Vorteil der Bahn? Ein frühes Check-In ist nicht notwendig, der Reisende kann sich wenige Minuten vor Abfahrt am Bahnhof einfinden.
Genau diesen Zeitgewinn schätzen termingeplagte erste Klasse Reisende. Es ist nicht anzunehmen, dass sie ihre wertvolle Zeit freiwillig in einer Bahn-Lounge verbringen werden.
May 15 2009
64 Things…
http://laptoplogic.com/resources/64-things-every-geek-should-know
Was auf den ersten Blick wie ein Scherz aussieht entpuppte sich als spannende Lektüre.
May 14 2009
Computeranimationen in X-Men Origins: Wolverine
Per Zufall bin ich im Internet auf eine Vorversion des Films X-Men Origins: Wolverine gestossen. Etliche darin enthaltene Szenen sind noch nicht fertig bearbeitet. Einige Ausschnitte zeigen sogar noch die groben, überhaupt nicht gerenderten Computeranimationen. Ich war ziemlich erstaunt, wie häufig und flächendeckend ganze Filmsequenzen heutzutage am Computer entstehen.
Anbei nach meiner Einschätzung interessante Screenshots.
Unfertige Flugszene
Flugzeug durchbricht die Wolken
Helikopter ist nicht zu Ende gerendert
Actionszene mit Kabeln und computeranimiertem Hintergrund
Actionszene mit Kabeln
Computeranimierte Schauspieler
Keine Ahnung, was in diesem Bild gebaut wird
Computeranimierter Schauspieler
Hier entsteht die gesamte Landschaft inkl. Gebäude am Computer
So, mit diesem Post habe ich wahrscheinlich gerade gegen ein Dutzend Urheberrechte verstossen. Bin gespannt, ob dies in irgend einer Art und Weise Folgen haben wird.
Nachtrag: Bei der Version handelt es sich um den leaked workprint, welcher seit 31. März 2009 im Umlauf ist.
Apr 17 2009
Susan Boyle
Das Video ist jetzt schon eine Legende… und hat einen Platz in diesem Blog einfach verdient!
Mar 18 2009
Verpackungsunsinn bei Nespresso
Über den Inhalt habe ich mich sehr gefreut. Das Problem der Verpackung hätte man jedoch auch anders lösen können.


Dec 27 2008









