Feb 16 2010
Kostenexplosion im Gesundheitswesen – Ein Beispiel
Für eine bevorstehende Reise benötige ich mehrere Impfungen, unter anderem die Tollwutimpfung, welche in 3 Dosen mit mehreren Wochen Abstand verabreicht wird. Die einfachste Methode ist – so dachte ich wenigstens – das Zentrum für Reisemedizin der Universität Zürich aufzusuchen. Obwohl ich fast eine Stunde warten musste, wurde ich kompetent beraten und erhielt im Anschluss gleich mehrere Spritzen, darunter auch die erste Dosis der Tollwutimpfung.
Eine Woche später suchte ich das Zentrum für Reisemedizin erneut auf, um die zweite Dosis der Impfung zu erhalten. Als ich die Spritze direkt bei der Kasse bezahlen und entgegennehmen wollte, wurde ich aber eines Besseren belehrt. Auch für Nachimpfungen könne auf eine Konsultation bei einem Arzt nicht verzichtet werden. Und so durfte ich einmal mehr eine Stunde warten, damit am Ende eine Ärztin kurz in mein Impfbüchlen schauen und meine zweite Tollwutdosis bestätigen konnte. Keine 3 Minuten hat die Konsultation gekostet, wurde aber selbstverständlich zu 100% berechnet.
Mir ist bewusst, dass mit einer Impfung auch immer das Risiko einer übertriebenen Reaktion verbunden ist. Dass aber nach erfolgter Erstkonsultation für jede Nachimpfung ein weiterer Termin bei einem Arzt notwendig ist, kann nur noch als versteckte Abgabe und unnötige Belastung des Gesundheitssystems bezeichnet werden.









